Klimaanlage selber bauen – für unter 30 Euro in 30 Minuten

Seit ein paar Jahren ist es nur eine Frage des Zeitpunktes, wann die nächste Hitzewelle kommt. Leider sind unsere deutschen Wohnimmobilien selten direkt mit einer kühlenden Klimaanlage dagegen ausgestattet. Eine zu kaufen, ist ziemlich kostspielig und damit meinen wir nicht nur die Anschaffung. Haben Sie auch Respekt vor den hohen Energiekosten einer Klimaanlage? Dann wäre da auch noch der Umweltaspekt: Gesund sind die Chemikalien in den Kühlmitteln nämlich nicht.

Die Do-It-Yourself-Klimaanlage

Unsere Klimaanlage DIY für Sie gewinnt hier in allen Kritikpunkten:

  • Keine gefährlichen Chemikalien
  • Anschaffungskosten unter 30 Euro und etwas Zeit
  • Gute Kühlleistung (gefühlt)
  • Stromkosten so niedrig wie ein Ventilator

So sieht die Klimaanlage am Ende aus

Sie haben eine Box/Eimer, aus dem Rohre herausschauen. Oben oder hinten an dieser Box befindet sich ein Ventilator. Im Inneren ist Platz für eingefrorene Wasserflaschen, Kühlakus, Eiswürfel und Co. 

Gefällt den Mitbewohnern das praktische Aussehen nicht, schafft Kupferspray schnell und preiswert Abhilfe. Wer richtig investieren will, nimmt als Außenhaut ein altes kleines Holzfass und erreicht ein attraktives Design. 

Das brauchen Sie für Ihre DIY Klimaanlage (Bauteile)

  • Eimer als Gehäuse
  • Styropor oder Dämmmatte
  • Herkömmlicher Ventilator
  • Rohr (ca. 1m Länge; 10cm Durchmesser)
  • Bohraufsatz (Gleicher Durchmesser wie das Rohr)
  • Bohrmaschine und Stift
  • Silikon/Montagekleber

Eine Form für das Gehäuse: Einfach ist ein Eimer. Sie können aber auch ein Gehäuse selbst bauen in jeder anderen Form.
Passend für die Form von innen eine Dämmung – entweder Styropor oder eine dünne Dämmmatte. Sie brauchen so viel Material, dass Sie Boden und Deckel mit dämmen können. 

Einen Ventilator – entweder einen, der bereits mit Kabel daher kommt oder einer, an dem Sie selbst noch Kabel und Stecker anschließen müssen, dann denken Sie bitte auch an diese Materialien. 

Sie brauchen noch ein Rohr, welches Sie in drei – 4 gleich lange Stücke teilen können und einen zum Durchmesser passenden Bohraufsatz. 

Weiter werden Sie eine Bohrmaschine, einen Cutter, Monatagekleberm Silikon und einen Stift brauchen können. 
Je komplizierter Ihre Box wird, desto mehr Dinge werden Sie außerdem brauchen, etwa Schrauben, Dichtmasse und kleine Stecknadeln, um die Styroporbox einfacher zusammenkleben zu können.

Schritt-für-Schritt: Bauanleitung

Um Ihnen das Prinzip zu erklären, was Sie nach Gusto für sich abwandeln können, bleiben wir mal bei der einfach umzusetzenden Eimervariante. Übrigens: Das Design hat keinen Einfluss auf die Kühlleistung.

1. Legen Sie die Dämmmatte bzw. das Styropor in den Eimer. Sie sollte Stoß auf Stoff liegen. 

2. Bohren Sie mit dem Lochbohraufsatz drei Löcher in keinem Abstand auf einer Höhe nebeneinander. Am besten wählen Sie die Mitte der Höhe des Eimers. 

3. Markieren Sie sich, wo Sie die Aussparung auch auf der Dämmmatte setzen müssen und schneiden Sie sie mit einem Cutter aus. 

4. Schneiden Sie das Rohr in drei gleich große Teile.

5. Die Rohre werden dann durch Eimer und Dämmmatte gesteckt. 

6. Fertigen Sie noch eine Dämmung für den Boden und für den Deckel an. 

7. Jetzt legen Sie den Ventilator so auf den Deckel, dass Sie wissen, wo Sie die Aussparung für ihn schneiden müssen. 

8. Danach kleben Sie den Ventilator einfach mit Panzertape fest. 

Alternativ: Wenn Sie eine schöne Box bauen, können Sie den Ventilator mithilfe von Metallband festschrauben.
Strom sparen: Sie können einen Prozessorkühler aus dem PC verwenden, wenn Sie nur eine Minivariante für die Schreibtischumgebung bauen wollen. 
Diese lässt sich dann auch über USB im Auto am Zigarettenanzünder verwenden. 

So funktioniert der DIY-Luftkühler wunderbar

Wenn Sie eingefrorenes Wasser in Flaschen hineinstellen, hält das Eis länger als in Eiswürfelform, weil die Oberfläche kleiner ist zum Schmelzen. Dafür erreichen Sie aber mit einer Schale Eiswürfeln ganz schnell Kälte. 

Sorgen Sie bitte (in regelmäßigen Abständen) für ausreichend Lüftung, denn diese Verdunstungskälte bringt Feuchtigkeit in die Räume. 

Unser Tipp zum Abschluss: Mit wasserdichten LED Stripes wird das Gebilde in den Blasrohren zu einer schicken, stylischen Lampe.

Alternativen: Kuftkühler und mobile Klimageräte

Sollte Ihnen der Bau einer eigenen kleinen Klimaanlage zu aufwändig sein, oder die Kühlleistung nicht ausreichen, können Sie ebenfalls auf Luftkühler nach dem gleichen Prinzip zurückgreifen.

Für noch mehr Kühlleistung empfehlen sich aktive Klimageräte mit Abluftschlauch oder Klimageräte ohne Abluftschlauch.

Anleitung zu Selbstbau-Klimaanlage im Video

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